Presse
Pressemitteilung 1. September 2011

Klingelkonzert als Antwort auf die Autosymphonic

Die Mannheimer Fahrradinitiative, die alljährlich zur Radparade aufruft, hat angesichts des gigantischen Aufwandes und der immensen Kosten zur Huldigung des Autos mit der Autosymphonic zu einem Klingelkonzert im Frühjahr 2012 am Wasserturm aufgerufen. Mannheimer Musiker und Radfahrer werden aufgerufen, sich daran zu beteiligen und sich bei der Initiative zum Mitmachen zu melden.

Mannheim sei wahrhaftig Autostadt. Das motorisierte Blech verbrauche nahezu die Hälfte der Stadtfläche, verschlechtere die städtische Luft enorm und verursache gigantische Kosten für die Allgemeinheit. Nicht einmal jährlich ein Euro pro Einwohner sei dagegen bisher für die Infrastruktur des Fahrradverkehrs aufgewendet worden. Es sei höchst erfreulich, wenn Mannheim sich nun aufmache Fahrradstadt zu werden. Auf diesem Wege sei allerdings noch „deutlich zu wenig Luft in den Reifen”. Es müsse endlich ein Planungstelle für Fahrradinfrastruktur mit Geld hinterlegt und besetzt werden. Die Weichen im Verkehrsministerium der neuen Landesregierung seien in Richtung ÖPNV, Rad und Fußverkehr gestellt. Diese Chance müsse die Stadt nun nutzen. So die Verlautbarung der Initiative.

Benz und Drais haben ihre Fahrzeuge in Mannheim erfunden. Autos seien mittlerweile eher Stehzeuge als Fahrzeuge. Sie würden immer öfter auch auf Geh- und Radwegen parken und den öffentlichen Raum okkupieren. Auch wenn ab 2013 nur noch Kraftfahrzeuge mit grüner Plakette in die Umweltzone der Stadt einfahren dürfen, wäre die Luft noch lange nicht gesund genug, um neue Menschen in die Stadt zu locken. Die Zukunft der Städte sei weitgehend autofrei. Fuß- und Radverkehr sollten in den Planungen daher deutlich mehr Gewicht und Beachtung bekommen.

Auf dem Weg zur Fahrradstadt Mannheim müsste „noch viel Musik” gemacht werden. Die Fahrradinitiative drückt ihren Respekt vor der Erfindung des Herrn Benz aus, aber eine Autosymphonie ist auch ein Abgesang auf die Fortbewegungsmethode mit Ver­brennungs­technik aus dem vorletzten Jahrhundert.

Bis sich im Juni 2017 die erste Fahrt mit der Laufmaschine, auch „Draisine” oder „Veloziped” genannt, von Mannheim zum Schwetzinger Relaishaus im heutigen Mannheimer Stadtteil Rheinau zum 200. Male jährt, wird noch heftig in die politischen Pedale getreten werden müssen, um das Biken attraktiv und ebenso anziehend zu machen wie es für viele noch immer „das Gasgeben und Rasen im Autokäfig sei”.

Andreas Hartel und Gerhard Fontagnier
für die
Fahrradinitiative Mannheim
Jungbuschstraße - 68159 Mannheim
Telefax 0621-45189999949
Mobil 0177-3389444
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 
Rheinpfalz 27. 6. 2011

Umweltfreundliche Lieferdienste und Taxis

Bei einer Radparade anlässlich des 2. Radsalons forderten die Teilnehmer durch lautes Klingeln und Trillerpfeifen „vernünftige Radwege” in der Stadt. Foto: vafBei einer Radparade anlässlich des 2. Radsalons forderten die Teilnehmer durch lautes Klingeln und Trillerpfeifen „vernünftige Radwege” in der Stadt. Foto: vafMannheim: Radsalon auf den Kapuzinerplanken und Radparade durch die Innenstadt - Forderung nach „Vernünftigen Radwegen”

end. Was im Trubel um den 125. Geburtstag des Automobils ein wenig untergeht: Auch das Fahrrad hat, dank der Erfindung von Karl Drais, seinen Ursprung in Mannheim. Der 2. Radsalon auf den Kapuzinerplanken erinnerte an diesen Baustein der Mobilität.
 „Mannheim ist die Stadt, in der die Räder laufen lernten”, verkündete Stadtmarketing-Chef Johann Wagner. „Ein Drittel aller Mannheimer kommt täglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit”, unterstrich Erster Bürgermeister Christian Specht die Bedeutung der Zweiräder für den Individualverkehr. „Grund genug, bereits zum zweiten Mal die gesamte Bandbreite des Fahrrads vorzustellen”, befand Peter Roßteutscher aus dem Büro des Oberbürgermeisters.

„Wir betrachten das Rad aus den unterschiedlichsten Perspektiven”, sagte er und verwies auf Gesundheits- und Sportangebote, Tourismus, Alltag und Mobilität. „Wir haben, nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, dieses Jahr 20 Aussteller.” Zum Beispiel die Studenten Sandra Wacker und Christian Simunic von der Initiative „Regiovelo”. Ein umweltfreundlicher Lieferdienst, der regionales Obst und Gemüse direkt vom Erzeuger zum Endverbraucher bringt.

Damit fuhren auch die Velotaxis aus Heidelberg. Überdacht werden hier bis zu zwei Fahrgäste ohne Kohlendioxid-Verbrauch von A nach B gebracht. Dabei machten die Chauffeure nicht nur Werbung für ihr junges Unternehmen, sondern waren vor allem auf der Suche nach gleich gesinnten Mit-Radlern. Stramme Waden und gute Ortskenntnisse sind Voraussetzung für den Fahrdienst auf dem bequemen Sitz-Fahrrad.

Nicht weit weg klingelten sich vor allem die jüngeren Gäste durch ein breites Sortiment von Fahrrad-Signalen, während die sportlichen Eltern die Angebote der Fachgeschäfte in Augenschein nahmen, in denen vom Holland-Rad bis zur Tour-de-France-tauglichen Hochleistungsmaschine alles vertreten war.
Etwas günstiger war da schon der Gebrauchtradmarkt des ADFC, in dem auch schon Schnäppchen ab 50 Euro zu haben waren. Und was man mit stabilen Rädern so alles anstellen kann, zeigten die Sportler des Barbarians Mountain Cycling Club und das Trial Team Hoffmann mit waghalsigen Sprüngen und Stunts.

Ernster war der Hintergrund der Radparade, auf der einige Hundert Fahrradfahrer in gemächlichem Tempo und mit lautem Klingeln „vernünftige Radwege” forderten. Ein Protest, der gehört wurde: „Wir haben aktuell laut einer Studie 15 Prozent Radverkehrsanteil und wollen den bis zum Jahr 2014 auf 20 Prozent ausbauen”, kündigte Specht an. Ein geschlossenes Radwegenetz auch über die Hauptverkehrsstraßen am Ring wäre dazu ein wichtiger Beitrag.

 
Mannheimer Morgen 27. Juni 2011

ADFC-Sprecher Dr. Gerd Hüttmann bei der Helm-Beratung. BILD: PROSSWITZADFC-Sprecher Dr. Gerd Hüttmann bei der Helm-Beratung. BILD: PROSSWITZVerkehr:  Rollende Demo und Radsalon „ein Erfolg”

Fahrräder rund um die Quadrate

Das Wetter hätte besser sein können - ansonsten werten die Organisatoren den Fahrrad-Samstag in der Innenstadt als vollen Erfolg. Einige Hundert Teilnehmer rollten in der 4. Mannheimer Radparade durch die Innenstadt und machten sich für Verbesserungen im Radverkehr stark. Organisator Gerhard Fontagnier, Stadtrat der Grünen: "Wir fordern Radwege am Ring und in der Bismarckstraße!" Außerdem müsse die Stadtverwaltung endlich eigene Planer einstellen, die nur für den Fahrradverkehr zuständig sind. Mit auf Achse: zahlreiche Stadtratskollegen aus Fontagniers Grünen-Fraktion sowie die SPD-Landtagsabgeordneten und Stadträte Helen Heberer und Dr. Stefan Fulst-Blei. Als - allerdings nicht anwesende - Schirmherren gaben Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Verkehrsminister Winfried Hermann ihr Geleit.

Den ganzen Tag Fahrrad-Action bot derweil der zweite Radsalon auf den Kapuziner-Planken mit 16 Ausstellern, Musik und Bike-Vorführungen der "Barbarians" und des Trial-Teams Hofmann. Von Gebrauchtradmarkt bis Helmberatung, von Reparatur-Workshops bis Unterhaltungsmusik war für jeden etwas geboten. Die Organisatoren von der Werbegemeinschaft Mannheim-City um Lutz Pauels freuten sich über die gute Resonanz der Veranstaltung, die Erster Bürgermeister Christian Specht eröffnete. lang


Mannheimer Morgen 
27. Juni 2011

 
Pressemitteilung 25. Juni 2011

Klingeln, Klima, Spaß und Speichen

4. klingelnde Radparade am Samstag, dem 25. Juni 2011, in Mannheim

Unter der Schirmherrschaft des neuen baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Hermann und des Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz wird sich am kommenden Samstag der fröhlich klingelnde Radpulk durch die Stadt schieben. Mitmachen können alle, die per Rad, per Rolli, mit Skates oder Boards – jedenfalls nicht verbrennungsmotorisiert – kommen. Unter dem Motto: „Mehr Rad für weniger Lärm, Stau und Gestank“ trifft sich um 14:30 Uhr das Radvolk auf dem Sattel vor P7 gegenüber dem Wasserturm, um gegen 16:30 Uhr in den Kapuzinerplanken beim 2. Mannheimer Radsalon anzukommen.

Laurent Leroi und Michael Herzer werden mit Akkordeon und Bass für Stimmung unter der Ansammlung sorgen und Laurent Leroi wird auch auf der Rikscha unterwegs durch Innen- und Neckarstadt Radakkorde klingen lassen.

Der Initiator und Stadtrat Gerhard Fontagnier: „Letztes Jahr sind wir mit über 500 Rädern und Rollis für bessere Radfahrbedingungen durch die Stadt geradelt. Das wollen wir am Samstag toppen. Die Rundfahrt macht immer total viel Spaß. Sie soll auch Handlungsdruck erzeugen. Zwar haben wir mittlerweile politische Mehrheiten, um mehr fürs Radfahren zu tun, aber in der Verwaltung fehlt es an Personal, um  beschlossene Projekte zügig umzusetzen. In der kommenden Debatte um den städtischen Haushalt 2012/2013 muss endlich eine Stelle für Radverkehrsplanung vorgesehen werden. Wenn wir bis 2014 auf einen Radverkehrsanteil von 20 Prozent kommen wollen, dann müssen ganz dringend wichtige Vorhaben umgesetzt werden. Es gibt bereits Strecken wie die Marktstraße, auf denen die Nutzung rückläufig, weil zunehmend angsteinflößend ist. Wir brauchen die Radspur auf der Bismarckstraße, zwei Fahrradstraßen in der Innenstadt und den Ringschluss für den Radverkehr. Vor allem aber auch mehr Verständnis für Radfahrer seitens derer, die ihnen hinter der Knautschzone ihres Pkws begegnen.“

radparadeLaut dem Aufruf, unterzeichnet u.a. von "Rad im Quadrat", TiG7, Hautnah, Stadtmobil, adfc, Biotopia, Umweltforum, BUND, Kern und Partner, Arbeitskreis für Klima und Umwelt von SPD-Mitgliedern, von der SPD-Gemeinderatsfraktion, der Bündnisgrünen Gemeinderatfraktion und dem Kreisverband, ist das Radfahren auch im 125. Jahr des Automobils DAS Fortbewegungsmittel zur Gesundheitsvorsorge, zum Klima- und Lärmschutz. Per Rad und zu Fuß verbrenne man Kohlehydrate und habe zudem Spaß. Im Jahr 2017 wird das Fahrrad 200 Jahre alt. Spätestens dann wolle man die kritische Masse erreicht und umgesattelt haben mit mehr Rad für weniger Lärm, Stau und Gestank.

Die Route geht gegen 14:45 Uhr von P7 in die Fressgasse, biegt ab in die Breite Straße, um über die Kurpfalzbrücke durch die Lange Rötterstraße zurück über die Friedrich- Ebert-Brücke zum Friedrichsring und Kaiserring zu kommen. Dann geht es die Bismarckstraße hoch, in der derzeit eine Fahrradspur geplant wird, um in den Luisenring einzubiegen, vorbei am Jungbusch, um in K1 in die Marktstraße einzubiegen, in der gerade samstags normalerweise das Durchfahren mit dem Rad kein Spaß ist und die durch den neu angesiedelten Möbelmarkt sicher nicht einfacher zu befahren sein wird. Dann geht es in die letzte Kurve, und zwar direkt in die Fußgängerzone Planken, die analog der Breiten Straße ja gerade probeweise zur Durchfahrt zwischen 20:00 und 8:00 Uhr für den Radverkehr geöffnet wurde. Auf den Kapuzinerplanken löst sich dann der fröhlich klingelnde Pulk beim 2. Radsalon auf. Vielleicht kommt es ja auf der Strecke zu einer Begegnung der Erfinder Drais und Benz, denn zur gleichen Zeit sind die Oldtimer zur Berta-Benz-Gedächtnisfahrt in der Stadt unterwegs zum Schlosshof.

Mannheim, den 19. Juni 2011

Gerhard Fontagnier, Stadtrat Mannheim
Fahrradinitiative Mannheim

Mobil 0177-3389444 (unter dieser Nummer erreichen Sie mich auch am Veranstaltungstag)

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Die Route als Bilddatei:

http://radparade.rad-im-quadrat.de/images/stories/radparade-route_2011.gif

Frei verwendbares Bild:

http://www.fontagnier.de/radparade.jpg

Die Website zur Radparade:

http://radparade.rad-im-quadrat.de/

Die facebook-Veranstaltung:

https://www.facebook.com/event.php?eid=145285112211886

Artikel zur 3. Radparade im Mannheimer Morgen 12.4.2010:

http://www.morgenweb.de/service/archiv/artikel/687188500.html

Pressemitteilung 4. Radparade 25. Juni 2011 Mannheim

 
Mannheimer Morgen 24. Juni 2011

125 Jahre Automobil: Heute Stadtbahn-Umleitungen für den Start der Bertha-Benz-Fahrt / Verspätungen durch Radparade am Samstag

Bertha und Karl mischen den Verkehr auf

MM 24. 6. 2011Die Stadt steht heute und morgen im Zeichen von Bertha Benz und Karl Drais – mit den „Mannheimer Erfindungen“ Fahrrad (Drais) und Auto (Benz) sorgen sie zum Jubiläum 125 Jahre Automobil für – allerdings eher kleine – Behinderungen im Stadtverkehr. Vor allem am heutigen Freitag, 24. Juni, werden die Stadtbahn-Kunden der Rhein-Neckar-Verkehrsbetriebe an Bertha Benz denken. Wegen des Starts der zweitägigen Gedächtnisfahrt in den Planken fahren dort von 9 bis 12.30 Uhr keine Straßenbahnen. Betroffen sind Züge der Linien 2, 3, 4 und 6. Sie werden jeweils über Schloss beziehungsweise Hauptbahnhof umgeleitet.

Andere Verkehrsteilnehmer sind von der Bertha-Benz-Gedächtnisfahrt nicht betroffen, die historischen Autos, die ab 10 Uhr in den Planken präsentiert werden, „schwimmen“ nach dem Start um 11 Uhr weitgehend im normalen Straßenverkehr mit. Dies gilt insbesondere für die Zieleinfahrt am morgigen Samstag, 25. Juni (etwa um 15 Uhr im Ehrenhof des Schlosses).

Während des Radsalons auf den Kapuziner-Planken (morgen, Samstag, 25. Juni, 10 bis 18 Uhr) kann es durch die Mannheimer Radparade zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen (siehe Streckenverlauf) bei Stadtbahnen und Bussen kommen. Die Verkehrsbetriebe weisen darauf hin, dass bis zum Ende der Veranstaltung mit Verspätungen gerechnet werden müsse.

Die Radfahrer starten um 14.30 Uhr vor P 7 am Wasserturm und bewegen sich, so Veranstalter Gerhard Fontagnier „im fröhlich klingelnden Radpulk“ durch Innen- und Neckarstadt. Mit dabei sind auch Rollifahrer, Inliner und Skateboarder. Ende der Raddemo ist gegen 16.30 Uhr an den Kapuzinerplanken. lang

 

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